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Kochen ohne Strom in der Wohnung

Bis vor weniger als 100 Jahren war es völlig normal, warmes Essen auf den Tisch zu bringen, ohne Strom im Haus zu haben. Der erste Elektroherd wurde zwar bereits 1893 vorgestellt, aber wirklich etabliert in den Haushalten hat er sich erst nach dem zweiten Weltkrieg.

Allerdings waren zu dieser Zeit die Küchen auch dementsprechend ausgestattet. Öfen wurde erst mit Holz und später mit Gas betrieben.

Der heute übliche Einbauherd hat allerdings in seltenen Fällen einen Gasanschluss und ein Feuer darin zu legen, empfiehlt sich auch nicht.

Was also tun, wenn der Strom ausfällt und der Magen nach einer warmen Mahlzeit verlangt?

Das Fondue – die Lösung für die Praktischen und Preisbewussten

In den meisten Haushalten verstaubt das Fondue-Set das Jahr über, bis es zu den Feiertagen seinen großen Auftritt hat. Hierbei wird entweder ein Spiritusbrenner oder eine der moderneren Brennpasten verwendet.

Wenn in der Küche die Elektrogeräte nicht laufen, kann hiermit aber nicht nur das obligatorische Tauchgericht zubereitet werden, bei dem mundgerechte Happen in Käse, Öl oder Brühe gegart werden. Jedes Gericht, für das nur ein Topf benötigt wird wie Suppen, Eintöpfe oder Nudeln sowie Heißgetränke und Babybrei können serviert werden.

Da eine Regulierung der Temperatur bei diesem System nicht möglich ist, sollte auf die Zubereitung komplizierterer Gerichte verzichtet und fleißig gerührt werden, um ein Anbrennen zu verhindern.

Wer keine Fonduegarnitur besitzt, kann mit der Brennpaste auch eine eigene Kochstation bauen, indem er dise auf eine feuerfeste Unterlage stellt und über der Paste eine Erhöhung baut, auf der ein Rost abgelegt wird.

Hierfür können hitzebeständige Schüsseln aus Metall oder Emaille, Töpfe oder Blumentöpfe genutzt werden. Bitte aus Sicherheitsgründen auf keinen Fall Gegenstände aus Kunststoff verwenden. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Eigenkonstruktion absolut standsicher ist.

Der Gaskocher – die Lösung für die Anspruchsvollen

Viele kennen ihn vom Campingurlaub. Gibt zu Hause kein Strom mehr, kann er aber auch hier dafür sorgen, dass die Küche nicht kalt bleiben muss.

Die einfache Version besteht aus einer kleinen Gaskartusche und einem Metallaufsatz zum Abstellen des Topfes.

Für höhere Ansprüche gibt es aber auch kleine mit Gas betrieben Herdplatten. Diese gibt es mit einer bis hin zu vier Feuerstellen, so das auch Gerichte zubereitet werden können, bei denen mehr als ein Topf oder Pfanne benötigt werden.

Bevor man sich jetzt im nächsten Outdoor Geschäft mit dem gewünschten Gaskocher und einer großen Gasflasche eindeckt, sollte man jedoch einen Blick in seinen Mietvertrag werfen.

Besonders in größeren Wohnkomplexen ist die Lagerung von Flüssiggas nämlich häufig verboten.

Hat man das Equipment aber zu Hause, lässt es sich zumindest auf den größeren Geräten fast wie gewohnt kochen. Durch die Möglichkeit der Regulierung der einzelnen Flammen kann hier auch die Temperatur passend eingestellt werden.

Der Kamin als Grill – die Lösung für die Abenteuerlustigen

Für diese Variante müssen natürlich zunächst die räumlichen Gegebenheiten passen.

Auf keinen Fall sollte ohne sicheren und zugelassenen Kamin ein offenes Feuer in der Wohnung gelegt werden!

Gibt es diesen und wird der Duft von Grillgut in der Wohnung nicht als unangenehm empfunden, steht dem Indoor-BBQ nichts mehr im Weg. Gibt es im vorhandenen Kamin keine Möglichkeit, ein Rost einzuhängen oder zu befestigen, gibt es auch Grillroste mit Füßen aus Metall, die einfach in das Feuer gestellt werden. Je nach Jahreszeit hat diese Möglichkeit den Vor- oder Nachteil, dass gleichzeitig die Umgebung geheizt wird.

Guten Appetit!

Auch ohne den Holzofen der Urgroßmutter gibt es also für jeden die passende Variante, eine warme Mahlzeit zu servieren. Gemeinsam mit Familie oder Freunden kann aus der Notlösung sogar ein richtiges Kochevent werden.


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